Anki: Die beste Lernsoftware für Medizinstudierende

Dr. Dean Filipovic
12.1.2025
5
 Min.
Anki: Die beste Lernsoftware für Medizinstudierende

Anki ist ein Lern-Programm, um digitale Karteikarten zu erstellen, die ein effektives Lernen ermöglichen. Es beruht auf verschiedenen wissenschaftlich fundierten lerntheoretischen Modellen, auf die wir später näher eingehen werden.

Besonders unter Medizinstudierenden erfreut sich Anki großer Beliebtheit, da im Medizinstudium viele Lerninhalte parallel aufeinandertreffen. Der Wiederholungseffekt spielt hier daher eine besonders wichtige Rolle. Nicht umsonst stammt Anki aus dem Japanischen Wort für „auswendig lernen“ …

Erfahre, was Anki-Karten (Anki cards) sind, wie sie funktionieren und warum gerade Medizinstudierende von diesem Tool profitieren. Lerne, wie Anki hilft, effizient und langfristig zu lernen.

Was ist Anki?

Anki ist eine digitale Karteikarten-Software, die Spaced Repetition (verteiltes Lernen) verwendet, um Informationen langfristig im Gedächtnis zu verankern. Du kannst dabei deine eigenen Anki-Karten erstellen oder vorgefertigte, sogenannte „Decks“ verwenden. Mit aktivem Abfragen, sowie personalisierter Wiederholungsmuster schafft es Anki, Lernen effektiver und nachhaltiger zu gestalten.

Warum ist Anki besonders nützlich für Medizinstudierende?

Angehende MedizinerInnen haben einen verantwortungsvollen Job zu erledigen. Wichtige Informationen aus dem Gedächtnis unter Zeitdruck und Stress abrufen zu können, ist ein wesentlicher Bestandteil des Berufs. Wie kann Anki sowohl in der vorklinischen als auch klinischen Phase des Studiums eine gute Basis dafür schaffen?

  • Flexibel lernen: Anpassbare Karteikarten und Lernintervalle erleichtern den individuellen Lernprozess
  • Eine Fülle an Wissen bewältigen: Anki-Karten fördern die Verankerung von Information im Gedächtnis und simulieren das Abrufen jener unter Druck
  • Gelerntes langfristig speichern: Das Lernen mit Anki begünstigt die nachhaltige Speicherung von Information und ist damit entscheidend für den Studienerfolg
  • Informationen schnell abrufen: Anki-Karten trainieren den raschen Zugriff auf gespeichertes Wissen
Um mit Anki zu lernen braucht man einen Satz Karteikarten, ein sogenanntes Anki-Deck. Mit AnkiBuddy können Medizinstudierende den zeitaufwändigen Prozess der Erstellung der Karteikarten durch KI optimieren und beschleunigen. Die KI von AnkiBuddy ist speziell auf medizinische Inhalte trainiert und somit ideal für angehende Mediziner und Medizinerinnen geeignet. Das manuelle tippen von Anki-Karten kann also mit AnkiBuddy übersprungen werden.

Wie funktioniert Anki?

Zu Beginn scheint Anki etwas kompliziert und unübersichtlich aufgebaut, jedoch wird dir mit zunehmender Dauer das Erstellen und vor allem Lernen mit Anki zunehmend leichter fallen. Wir zeigen dir, wie du die grundlegenden Funktionen von Anki nutzen und mit einfachen Tipps und Tricks das Lernen mit Anki perfektionieren kannst.

Spaced Repetition

Wie schon erwähnt, beruht Anki auf dem Konzept des sogenannten „Spaced Repetition“. Dabei handelt es sich um eine anerkannte Lernmethode, bei der Lerninhalte in zunehmenden Zeitintervallen wiederholt werden. Im Feld der Lernpsychologie konnte gezeigt werden, dass Wissen, welches über einen längeren Zeitraum erworben wird, besser im Gedächtnis verbleibt als Informationen, die in kurzer Zeit intensiv erlernt werden.

Auf Basis dessen wurde Anki entwickelt. Der Algorithmus von Anki ermittelt, entsprechend deiner individuellen Leistung, wie groß der zeitliche Abstand zur nächsten Wiederholung derselben Karteikarte sein muss, um einen maximalen Lerneffekt zu erreichen. Dadurch wird gewährleistet, dass deine Merkfähigkeit verbessert und Lernen effektiver wird.

Mit Anki zu lernen, hilft nicht nur bei dem Erwerb medizinischer Kompetenzen während des Studiums, sondern etabliert eine nachhaltige Grundlage für eine kontinuierliche Weiterbildung.

Karteikarten erstellen

Bevor du mit dem Lernen von Anki-Karten loslegen kannst, müssen diese natürlich zuerst erstellt werden. Anki gibt dir die Möglichkeit, digitale Anki-Karten manuell zu erstellen, was jedoch zeitaufwendig sein kann und vor einer wichtigen Prüfung viel essenzielle Lernzeit auffrisst.

  • Unsere Lösung: AnkiBuddy. Mit AnkiBuddy wird der Prozess deutlich vereinfacht. Die KI erstellt automatisch hochwertige Karteikarten aus deinen Zusammenfassungen, Vorlesungsfolien, Notizen oder Online-Artikel und spart dir dabei wertvolle Zeit!

Gerade der zeitliche Aspekt ist im Medizinstudium noch größer, da hier eine nicht zu unterschätzende Menge an Lerninhalten in kurzer Zeit zusammenkommt. Das Lernen mit Anki-Karten ist daher besonders in folgenden Disziplinen des Medizinstudiums sehr beliebt:

  • Anatomie
  • Pharmakologie
  • Pathologie
  • Physiologie und Pathophysiologie
  • Abschlussprüfungen

Fertige Anki-Decks nutzen

Alternativ gibt es viele Decks, die von anderen Medizinstudierenden bereits erstellt wurden. Diese sind teilweise richtig gut, manchmal jedoch auch unvollständig oder fehlerhaft. Hier ist es wichtig, auf die Qualität des Decks zu achten.

Eine besonders gute Ressource für Decks ist Ankizin (https://www.ankizin.de/). Ankizin ist ein studentisch organisiertes Anki-Projekt für den deutschsprachigen Raum, das speziell für die Staatsexamina hochwertige Anki-Decks erstellt. Außerdem gibt es eine große Anki-Community, die unter anderem durch Ankizin vernetzt wird.

Dazu muss man sagen, dass diese Decks oft sehr umfangreich sind und man sich zunächst mit Anki und dem jeweiligen Deck vertraut machen muss, bevor man mit dem Lernen beginnen kann. Diese Schritte sind jedoch in der Ankizin-Wiki (https://www.ankizin.de/wiki/) sehr gut dokumentiert.

Die Vorteile und Nachteile von Anki

  • Vorteile von Ankisome text
    • Zeitersparnis: Effizienteres Lernen durch gezieltes Wiederholen.
    • Langzeitgedächtnis: Informationen werden nachhaltig gespeichert.
    • Anpassbarkeit: Karteikarten und Lernintervalle werden individuell vermittelt.
    • Überall nutzbar: Anki-Karten offline am Laptop, Tablet oder Smartphone verwenden.
  • Nachteile von Ankisome text
    • Zeitaufwand: Manuelles Erstellen von Karteikarten ist zeitintensiv.
    • Benutzerunfreundlichkeit: Anki wirkt anfangs komplex und schwer verständlich und ist nicht wirklich nutzerfreundlich aufgestellt.

Unsere Lösung: AnkiBuddy. AnkiBuddy behebt die Nachteile von Anki mit KI-optimierter Unterstützung. Es spart Zeit, indem es automatisch personalisierte Anki-Karten aus deinen Zusammenfassungen generiert und speziell für medizinische Inhalte konzipiert.

Tipps für einen erfolgreichen Start mit Anki

Anki-Setup: Wir haben dir in unserem Blogartikel „Anki installieren & einrichten | Schritt-für-Schritt-Anleitung für Anfänger“ einen Leitfaden zur Installation und Einrichtung von Anki erstellt“.

Effiziente Lernroutinen: Um das Beste aus deinen Anki-Karten herauszuholen, hat sich bewährt, bestimmte Routinen ins regelmäßige Lernen zu etablieren:

Tägliches Wiederholen: Versuche konsequent am Ball zu bleiben und wiederhole täglich, um deine Merkfähigkeit zu verbessernsome text

Kurze Einheiten im Alltag: Etabliere kurze Lern-Sessions in deinen Alltag, lerne mit Anki-Karten während Bus-, Zugfahrten oder anderer Wartezeiten

Lerngruppen: Tausche dich mit deinen Kommilitonen aus, fragt euch gegenseitig ab und gebt einander Feedback

Organisation: Versuche deine Anki-Decks möglichst strukturiert und organisiert zu halten

Fehler vermeiden: Hier sind die gängigsten Fehler, die beim Lernen mit Anki entstehen:

Zu viele Karten auf einmal: Zu viele Anki-Karten können zu einer zu hohen Anzahl an Wiederholungen führen und damit zu Stress und Überforderung.  

Qualität: Fokussiere dich auf qualitativ hochwertige Karten, anstatt so viele wie möglich zu erstellen.

Überspringen von Wiederholungen: Falle nicht in die Versuchung, Wiederholungen auszulassen.

Anki fürs Medizinstudium: Praktische Beispiele

Konkrete Anwendungsfälle für Anki-Karten im Feld der Medizin:

  • Anatomie: Muskelgruppen, Knochen, Bänder und weitere anatomische Strukturen.
  • Pharmakologie: Medikamente, samt Wirkstoffgruppen, Nebenwirkungen, Indikationen, Kontraindikationen, Dosierung und Applikationsmethoden.
  • Pathologie: Definition, Epidemiologie, Ätiologie, Symptome, Diagnose, Differentialdiagnose, Therapie und Prognose einer bestimmten Krankheit.

Tipp: AnkiBuddy kann aus deinen Vorlesungsunterlagen automatisch Lernkarten generieren.

Fazit: Warum solltest du als Medizinstudent/Medizinstudentin Anki verwenden?

Die wichtigsten Vorteile im akademischen Aspekt:

  • Effizienz
  • Nachhaltigkeit
  • Anpassbarkeit

Die wichtigsten Vorteile im späteren beruflichen Alltag:

  • Aufbau von Lernkompetenzen
  • Vorbereitung auf lebenslanges erfolgreiches Lernen
  • Fundament für berufliche Weiterentwicklung

Anki-Karten ermöglichen Medizinstudierenden nicht nur die optimale Vorbereitung, um Prüfungen zu meistern, sondern fördert gleichzeitig eine nachhaltige Lernstrategie für eine kontinuierliche medizinische Weiterbildung. Anki ist also ein unverzichtbares Werkzeug für das Medizinstudium und der ideale Begleiter für deine spätere Karriere!

  • Zusätzlicher Hinweis: Die Kombination von Anki und AnkiBuddy bietet die ideale Lösung für Medizinstudierende. Die KI von AnkiBuddy ist speziell auf medizinische Inhalte trainiert und optimiert den Lernprozess erheblich. AnkiBuddy schreibt dir die Karten, du lernst die Karten dann in Anki.

Starte noch heute mit Anki und AnkiBuddy und erlebe, wie einfach und effizient Lernen sein kann!

Spaced Repetition:

  • Kang, Sean HK. "Spaced repetition promotes efficient and effective learning: Policy implications for instruction." Policy Insights from the Behavioral and Brain Sciences 3.1 (2016): 12-19.
  • Baddeley, Alan D. Human memory: Theory and practice. psychology press, 1997.

Links:

https://www.anki-buddy.com/